Bischof verkauft auf Helgoland Fischbrötchen

Helgoland – Wettschulden sind Ehrenschulden: Am Mittwoch, 8. August, wird der Schleswiger Bischof Gothart Magaard auf Helgoland Fischbrötchen verkaufen. Im vergangenen Sommer hatte er gegen den Helgoländer Bürgermeister Jörg Singer eine ungewöhnliche Wette verloren: „Ich wette, dass der Bürgermeister es nicht schafft, mindestens 50 Helgoländerinnen und Helgoländer – gekleidet in den Helgoländer Farben grün, rot, weiß – zum Musikpavillon an der Landungsbrücke zu holen, um dort mit Akkordeonbegleitung das Lied ‚Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt‘ zu singen.“ Singer mobilisierte weit mehr als die geforderten 50 – jetzt löst Magaard seine Wettschulden ein.

Anlass der Wette war die Tour des Nordkirchenschiffs zum 500. Reformationsjubiläum. Im Reformationssommer 2017 besuchte der Traditionssegler alle Kirchenkreise der Nordkirche – in Dithmarschen kam die Nordkirchencrew mit ihrem Dreimaster nach Brunsbüttel, Büsum und Helgoland.

Bischof Magaard wird am 8. August um 12.30 Uhr auf dem Rathausplatz von Helgoland Bürgermeister Jörg Singer treffen und dort gemeinsam mit Pastorin Pamela Hansen eine Andacht halten, bevor er als Verkäufer aktiv wird. Die Inselpastorin freut sich auf den Besuch vom Festland: „Wir Insulaner und Insulanerinnen haben im letzten Sommer bewiesen, dass wir entgegen der landläufigen Meinung sehr wohl singen und dazu auch noch zusammenhalten. So haben wir dafür gesorgt, dass Bischof Magaard seine Wette verliert. Nun ist es an der Zeit, dass er seine Wettschuld einlöst und wie versprochen Fischbrötchen verkauft. Der Erlös aus dem Verkauf geht an den Verein ‚Helgoländer Kinder sind unsere Zukunft‘. Nicht nur deshalb freuen wir uns auf den Besuch des Bischofs, sondern weil es einfach schön ist, ihn wieder einmal hier zu haben.“ Bischof Magaard kommt nicht unvorbereitet nach Helgoland: Dem Vernehmen nach hat er in Schleswig bereits geübt und für sein Kanzleiteam Fischbrötchen zubereitet.

(Foto: Antje Wendt)