In eigener Sache: Der Friedhof Nordhastedt

Drei Hektar groß, umsäumt von wunderbaren Bäumen. Mitten im Ort und auch fußläufig gut erreichbar.
Eine parkähnliche Insel der Ruhe, Ort der Besinnung; gerade im Sommer, wenn alles blüht, wunderschön.
Eine Schönheit, die aber nicht frei von Problemen ist. Drei Hektar, das ist inzwischen zu viel.
Der Friedhof ist einfach zu groß. Was über viele Jahre angemessen war, geht seit geraumer Zeit weit über die eigentliche Bedarfe hinaus. Der Grund liegt in den geänderten Bestattungsformen.

War vor gut einem Viertel Jahrhundert die Erdbestattung die Regel, ist sie heute die Ausnahme. Etwas Dreiviertel der Verstorenen werden inzwischen als Urne beigesetzt. Bestattete man vor 25 Jahren die Angehöhrigen in größeren Familiengräbern, findet heute die Beisetzung oft in Einzelgräbern statt. Die Gründe hierfür sind sicher vielschichtig, die Folgen aber für jeden Besucher unseres Friedhofes leicht zu erkennen.

Die Freiflächen nehmen zu, die Lücken zwischen den einzelnen Gräben werden größer. Damit wächst auch der Aufwand für die Pflege der Wege, wie die der frei gewordenen Flächen. Pflege aber heißt Arbeit und Arbeit kostet. Geld ist das eigentliche Problem. Denn der Friedhof soll sich allein durch die Einnahmen aus den Bestattungs- und Grabnutzungsgebühren finanzieren. Deren Höhe aber muss in Grenzen bleiben.

Über weit mehr als ein Jahrzehnt ist es dem Kirchengemeinderat als Verantwortlicher gelunden, die Gebühren stabil zu halten. Jetzt aber ist es notwendig, sie anzupassen. Die Bestattungen werden zukünfig teurer. Eine Entscheidung, die niemandem leicht gefallen ist; die aber notwendig war. Um in den folgenden Jahren die Kosten begenzt halten zu können, hat der Kirchengemeinderat beschlossen, den Friedhof zu verkleinern.

Die Grabfelder im Süden, die in den letzten Jahren kaum mehr nachgefragt wurden, sollen zukünftig nicht mehr genutzt werden. Ein Beschluss, der selbstverständlich nicht sofort umgesetzt werden kann, sondern auf lange Frist hin dem Kostendruck wehren und damit auch den Nutzern helfen soll.

Dafür bitten wir um Ihr Verständnis. Für Nachfragen steht Ihnen unser Friedhofswart, Herr Rocksien, wie auch das Kirchenbüro gerne zur Verfügung.

Im Namen des Krichengemeinderates
Thorsten Worm, Pastor.