Kirchenkreissynode am 25. Januar 2020

Meldorf – Die Dithmarscher Kirchenkreissynode wird am 25. Januar im Meldorfer Gemeindezentrum (Beginn: 10 Uhr) tagen. Im Mittelpunkt der Beratungen steht der Haushalt für das Jahr 2020. Er sieht Einnahmen in Höhe von 12,1 Millionen Euro vor. Damit werden erstmals seit zehn Jahren leicht sinkende Einnahmen prognostiziert (2019: 12,3).  

Der größte Teil der Einnahmen (rund 8,5 Millionen Euro) wird direkt für die Gemeindearbeit vor Ort genutzt. Jugendarbeit, Kindertagesstätten, Kirchenmusik und Gebäudemaßnahmen werden über einen Gemeinschaftsanteil finanziert, Ausgleichs- und Härtezuweisungen geleistet. Allein die Personalkosten für die Gemeindepastorinnen und -pastoren liegen in diesem Jahr bei rund 3,5 Millionen Euro. Darüber hinaus erhalten die 29 Kirchengemeinden nach einem festen Schlüssel eine so genannte „Grundzuweisung“. Aufgrund der Prognosen schlägt der Finanzausschuss der Kirchenkreissynode ein leichtes Absenken dieser Zuweisung für das Jahr 2020 vor. Der Kirchenkreisrat hat sich dieser Empfehlung angeschlossen. Künftig sollen die Gemeinden für die Arbeit vor Ort 30 Euro pro Mitglied erhalten. Im vergangenen Jahr lag diese Zuweisung bei dem in Dithmarschen historischen Höchststand von 32,50 Euro (im Vergleich 2010: 20 Euro). „Die Senkung der Grundzuweisung ist zweifellos eine Herausforderung für unsere Gemeinden“, sagt Kirchenkreis-Kämmerer Torben Lüdke. „Für ein solides Haushalten ist dieser Schritt aber unausweichlich.“  

Auf der Tagesordnung der Synodentagung steht zudem ein Bericht über die Erprobung neuer „Grundlinien kirchlichen Handelns“. Kirchengemeinden der Nordkirche können sich an einer dreijährigen Projektphase beteiligen und bei Taufe, Abendmahl sowie verschiedenen Gottesdiensten neue Wege gehen.  

Schließlich werden sich die 77 Synodalen mit einer wichtigen Personalie befassen und eine pröpstliche Stellvertretung wählen: Kirchenkreisrat und Propst Dr. Andreas Crystall schlagen Pastorin Astrid Buchin (55) aus Heide zur Wiederwahl vor. Sie hat das Amt bereits seit dem Jahr 2012 inne, ihre Amtszeit würde im Mai 2020 enden.  

Der Kirchenkreis Dithmarschen hat rund 78.000 Mitglieder (58 Prozent der Bevölkerung) in insgesamt 29 Gemeinden. Damit ist der der kleinste der 13 Kirchenkreise der Nordkirche. Die Kirchenkreissynode ist die Vertretung der Gesamtheit der Kirchengemeinden sowie der Dienste und Werke innerhalb des Kirchenkreises. Sie berät und beschließt im Rahmen des Kirchenrechtes über die Angelegenheiten des Kirchenkreises, beispielsweise über den Haushalt.  

Die Synode besteht, wie andere kirchliche Gremien auch, mehrheitlich aus so genannten Laien. Sie hat 77 Mitglieder – 42 Ehrenamtliche, 14 Pastorinnen und Pastoren, sieben Mitarbeitende sowie sieben Vertreter der Dienste und Werke. Außerdem beruft der Kirchenkreisrat sieben Mitglieder. Die Wahlperiode der Kirchenkreissynode läuft über sechs Jahre. Die Kirchenkreis-synode legt die Verteilung der Finanzmittel an die Kirchengemeinden fest, beschließt über Pfarrstellen und gesamtkirchliche Einrichtungen im Kirchenkreis.