Wattgottesdienst zur Eröffnung der Wattolümpiade

Brunsbüttel – „Quatsch im Matsch“, „Schlammschlacht an der Nordseeküste“: Die Wattolümpiade vor dem Brunsbütteler Elbdeich sorgt seit dem Jahr 2004 immer wieder bundesweit für Schlagzeilen. Am kommenden Sonnabend (21. Juli) ist es wieder soweit: Einige hundert Wattleten werden sich in den klassischen Disziplinen Wattfußball, Watthandball, Wattvolleyball, Aalstaffellauf und Schlickschlittenrennen messen. Ein Spektakel, das tausende Zuschauer anlockt – und traditionell mit einem Wattgottesdienst (10.30 Uhr) eröffnet wird.

Pastor i. R. Edgar Huhn ist ein Mann der ersten Stunde. Er predigte und segnete die Wattleten bereits bei der Erstauflage vor 14 Jahren, seitdem ist der Wattgottesdienst fester Bestandteil der Großveranstaltung. Mitunter ließen sich im Brunsbütteler Elbschlick schon Paare von „Eddy“ trauen. „Durch Eddy Huhn wurde das Watt vor Brunsbüttel zu einer gezeitenabhängigen Kathedrale. Sein grobes Birkenkreuz, seine aufsteigenden Tauben und die Watthochzeit mit Anzug und Brautkleid im Schlamm wurden schnell zum Kult. Ein Pastor, der sich nicht scheut, mit dem Talar ins Watt zu steigen – der gehört einfach zu uns!“ heißt es bei Wattopedia, dem offiziellen Lexikon zur Wattolümpiade.

Teilnehmer und Besucher unterstützen mit ihren Start- und Eintrittsgeldern einen guten Zweck: Mehr als 330.000 Euro wurden bislang mit dem „schmutzigen Sport für eine saubere Sache“ gesammelt – Geld, das unter dem Motto „Stark gegen Krebs” Krebsbetroffenen zugutekommt.

Im Anschluss an den sportlichen Teil werden Bands am Elbdeich auftreten, u.a. „Kapelle Petra“ und „Die Hansen Family“.

Das Programm gibt es hier.

(Foto: Dirk Wehrsig)