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Wer wohnt denn da im Pastorat? 

 

Liebe Nordhastedter Kirchengemeinde, 

am 17. Juli rollten die Möbelpacker an und trugen eine Menge Möbel und Kartons in das Pastorat in der Meiereistraße 1a.

Zugegebenermaßen: Etwas ungewöhnlich ist es schon, dass ein Pastorat einfach so bezogen wird – so ganz ohne offizielle Vorankündigungen.

Und so kommt sicher bei manchen die Frage auf, die in der Überschrift formuliert ist: Wer wohnt denn da im Pastorat? 

In diesem Artikel möchte ich Ihnen diese Frage gerne beantworten. 

Mein Name ist Angela Jahn, ich bin 30 Jahre alt und von Beruf Pastorin. Geboren und aufgewachsen bin ich in Heide, wo nach wie vor noch ein großer Teil meiner Familie wohnt. Zum Studieren ging ich nach Kiel, wo ich eigentlich Deutsch und Religion auf Lehramt studierte, doch schon nach einem Semester den Weg zur Volltheologie einschlug.

Spätestens im Gemeindepraktikum, welches ich in Kiel Dietrichsdorf absolvierte, merkte ich, dass der Beruf der Pastorin genau das ist, was ich machen wollte, und so machte ich 2017 mein Examen, arbeitete ein paar Monate zur Überbrückung als Vertretungslehrerin und zog dann mit meinem Ehemann nach Kronshagen für mein Vikariat (praktische Ausbildung zur Pastorin).

Nach dem Vikariat begann ich 2020 meinen Probedienst in der Kirchengemeinde Lebrade. Das ist ein kleiner Ort in der Nähe von Plön, wo mein Mann Lehrer war. In Lebrade erlebte ich das schönste Ereignis meines bisherigen Lebens, denn dort wurde unsere Familie durch unsere kleine Tochter bereichert, aber ich erlebte auch das schrecklichste Ereignis meines bisherigen Lebens, denn im Februar dieses Jahres starb mein Mann ganz unerwartet und plötzlich bei uns zuhause. Heute wissen wir, dass er zwar keinerlei Symptome oder Beschwerden, aber dennoch ein stark vorgeschädigtes Herz hatte. Eine unentdeckte und ebenfalls symptomlos verlaufende Herzmuskelentzündung überlebte er leider nicht, was unsere Familie sowie unser ganzes Umfeld in einem extremen Schockzustand zurückließ.

Für mich war sehr bald klar, dass ich als Alleinerziehende nun die Unterstützung meiner Familie brauchen würde. Zudem war es mir wichtig, aus dem Haus wegziehen zu können, in dem mein Mann gestorben war. Daher bat ich darum, meinen Probedienst in Dithmarschen fortsetzen zu dürfen. Diesem Wunsch wurde von allen Seiten entsprochen und mir wurde Nordhastedt als neue Gemeinde vorgeschlagen. Den Vorschlag nahm ich sehr gerne an und die Freude war groß, als auch der Kirchengemeinderat sich für eine Besetzung der Pfarrstelle durch mich aussprach.

Durch die geschilderten Umstände kommt nun der etwas ungewöhnliche Start. Noch bin ich nicht im Dienst, sondern miete das Pastorat erstmal nur, bevor ich meinen Dienst noch in diesem Jahr fortsetzen werde. Meine Tochter und ich leben uns ein und kommen nach dem Erlebten zur Ruhe. Ein neuer Alltag will erprobt werden.

Dennoch freue ich mich schon jetzt sehr darauf, bald Ihre/eure neue Pastorin zu sein. Gottesdienste feiern, Menschen in Freude und Leid und allem dazwischen begleiten, anderen den Glauben und die damit verbundenen Hoffnungen näherbringen – das tue ich gern.

Und glauben Sie mir: Ich bin mindestens genauso neugierig auf Sie/euch, wie Sie/ihr es vielleicht auf mich sind/seid!

Ich freue mich und bin dankbar, dass meinem Kind und mir hier in Nordhastedt die Chance auf einen Neustart gegeben wird.

Bis wir uns mal sehen, grüße ich Sie und euch herzlich!

Angela Jahn

Vielen lieben Dank

Am Pfingstsonntag haben wir uns in einem bewegenden Openair-Gottesdienst, von unser Pastorin, Brit Borghardt, verabschiedet.

Bei wunderschönen frühsommerlichem Wetter versammelten sich viele Gemeindeglieder und Gäste zu einen Verabschiebungsgottesdienst, um unser Pastorin Brit Borghardt beim letzten Gottesdienst in Nordhastedt zu begleiten.

Im Gottesdienst wurden Fürbitten vorgetragen.

Pastorin Tanja Sievers entpflichte seitens des Kirchenkreises Dithmarschens Pastorin Brit Borghardt von der Arbeit und der Verantwortung für die Kirchengemeinde Nordhastedt.

Anschließend gab es die Möglichkeit einige Worte an die Gäste zu richten.

Dies nutzten Bürgermeister Klaus-Peter Tiessen und sein Stellvertreter Michael Braun.

Brit Borghardt bedankte sich herzlich.

Dann wurde das Buffett eröffnet.

Die Kirchengemeinde Nordhastedt bedankt sich ganz herzlich bei Brit Borghardt und wünscht ihr alles Gute und Gottes Segen auf dem weiteren Lebensweg in Hamburg.

Wenn Himmel und Erde sich berühren, ….

Liebe Gemeinde,

wenn sich Himmel und Erde berühren, dann braucht es Menschen, die sich gemeinsam erinnern.

An alle Menschen, die uns umgeben und diejenigen die uns vorausgegangen sind.

Auf unseren schönen Friedhof, einem wunderbar gestalteten Park, trafen wir uns zum diesjährigen Himmelfahrtsgottesdienst.

Pastorin Brit Borghardt und der Ausschuss „Kirche mal anders“ freuten sich über die zahlreichen Besucher.

Wir feierten Gottesdienst unter freiem Himmel; bei bestem Wetter mit Sonnenschein und einer leichten Briese.

Begleitet von Maren Kruse an der Orgel und tatkräftig unterstützt von vielen Vögeln und deren Gesang.

Gemeinsam gedachten wir der Verstorbenen und ließen die Erinnerungen an sie aufleben.

Nach dem Gottesdienst waren alle Besucher zum Klönschnack bei Kaffee und Kuchen herzlich eingeladen.

Ein sonniger Abschluss des Himmelfahrtsgottesdienstes auf unserem Friedhof in mitten unseres Dorfes.