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Mein Weg geht weiter – Bericht aus der Ausbildung zur Prädikantin

Der erste Meilenstein ist geschafft- es dauert noch, aber irgendwie fühlt es sich schon wie ein Endspurt an.

Das Abendmahl war ein weiterer großer Schritt in meiner Ausbildung. Wir haben für uns unser eigenes Abendmahlsverständnis geschaffen, die unterschiedlichen Formen erlernt und natürlich gefeiert.

Für mich bedeutet Abendmahl: Dass Jesus sich selbst zu dieser Begegnung einlädt, Gemeinschaft schenkt und die Abendmahl- feiernden in ihrem Glauben stärkt.

Am letzten Wochenende in Ratzeburg haben wir uns mit dem Glaubensbekenntnis beschäftigt und unsere eigenen Bekenntnisse formuliert.

Glaubensbekenntnisse verbinden Generationen. Sie geben Halt, eine gemeinsame Sprache und Richtung. Das Apostolische Glaubensbekenntnis kennen wir alle, aber es ist spannend, sich damit Satz für Satz auseinanderzusetzten. Spreche ich manche Teile lieber als andere? Fühle ich manche Passagen gar nicht? Ich kann nur empfehlen, es auszuprobieren.

Meine Ausbildung findet nicht nur in Ratzeburg statt, ich treffe mich auch regelmäßig mit Pastorin Jahn, plane und bereite meine nächsten Andachten und Gottesdienste vor. Meine

Mentorin Luise Jarcks- Albers, Pastorin in Heide, nimmt mich schon zu Taufgesprächen und Taufen mit. Nach dem Ausbildungswochenende im August darf ich dann auch schon taufen. 

Ich freue mich schon sehr.

Außerdem habe ich ein großartiges Team für die Kinderkirche gefunden und das erste Treffen der Kirchenmäuse war ein großer Erfolg. Wie schön, dass man immer wieder engagierte Menschen trifft, die einem bei so tollen Projekten mit Rat und Tat zur Seite stehen. Der Ausschuss Kirche mal anders ist ebenfalls fleißig dabei, neue Veranstaltungen für die Gemeinde zu planen. Ehrenamt rockt eben!

Die Termine für unsere Werkstattgottesdienste stehen fest. Das ist sozusagen unser Werksstück.

Wir werden von einer Regionalgruppe und einem Ausbildenden bei unserem Gottesdienst begleitet und anschließend wird dieser besprochen. Die anwesende Gemeinde darf nach dem Gottesdienst auch ihr Feedback geben. Ab Ostern werdet ihr mich nun öfter als Predigende in der Kirche sehen und hören, dann wahrscheinlich schon im Talar.

Frauke Hjort

Interview mit Pastor Lars Kessner

Pastor Lars Kessner, Vorsitzender des Kirchengemeinderates auf Zeit

Lars Kessner:

Herr Kessner, finden Sie es nicht merkwürdig, ein Interview mit sich selbst zu führen?

Lars Kessner:

Nur wenn mich die Antworten ernsthaft überraschen würden. Aber ganz ehrlich: Ich mag Interviews, diese Form ist angenehm lesbar. Übrigens: Ich habe in Schweden gelebt. Dort gibt es das schwedische „Du“. Sollen wir uns nicht duzen?

Sehr gerne.

Was wird Deine Aufgabe in Nordhastedt sein?

Für die Zeit des Mutterschutzes und der Elternzeit von Pastorin Angela Jahn bin ich der Vorsitzende des Kirchengemeinderates.

Was bedeutet das?

Die Kirchengemeindeordnung hat dazu folgende Antwort: Ich werde für die laufenden Geschäfte der Kirchengemeinde verantwortlich sein.

Alleine?

Sven Brandt, der stellvertretende Vorsitzende, wird mir zur Seite stehen. Auch andere Mitglieder des Kirchengemeinderates haben mir Unter­stützung zugesagt. Und dann gibt es noch Julia Lehmann, die Gemeinde­managerin und Elke Tiessen im Kirchenbüro. Zusammen werden wir das schaffen.

Verantwortlich für laufende Geschäfte. Was könnte dazugehören?

Genau weiß ich das noch nicht. In einer Kirchen­gemeinde kann viel passieren. Reparaturmaßnahmen, Versicherungsfälle, besondere Anfragen und Personalangelegenheiten.

Kennst Du Nordhastedt?

Ich habe hier am Heiligen Abend die Christmette gefeiert und freue mich auf das Kennenlernen.

Sehen wir Dich künftig auch im Gottesdienst in Nordhastedt? Oder bei Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen?

Die geistlichen Aufgaben, die Angela Jahn sonst wahrgenommen hat, werden unter allen Pastoren und Prädikanten des Kirchspiels Heide verteilt. Da werde ich be­stimmt dabei sein.

Kannst Du noch ein paar Worte zu Dir sagen?

Ich bin seit 2024 in Heide. Vorher war ich sechs Jahre in Schweden. Dort habe ich die Deutsche Evangelische Gemeinde in Malmö geleitet. Davor war ich Pfarrer in Frankfurt am Main. Übrigens: Ich habe auch Musik studiert. Als Gemeindepastor in Heide brauche ich das ständig.

Stichwort: Schweden. Was hast Du dort gelernt?

Es gibt zwei Begriffe, die mir wichtig geworden sind:

Lagom“ bezeichnet die ausgewogene Mitte. Schweden lieben den Konsens und ich auch.

Der andere Begriff ist „Det ordnar sig“ = Das ordnet sich.

Und als schwedisches Lebensmotto gilt: „Man muss sich Mühe geben.“

Mit diesen drei Weisheiten und mit Gottes Hilfe werden wir alles gut bewältigen.

Mutterschutz und Elternzeit

Liebe Gemeinde,

für mich persönlich wird im nächsten Jahr etwas ganz neu! Unsere Familie bekommt Zuwachs und so werde ich ab Februar 2026 erst in den Mutterschutz und dann für längere Zeit in Elternzeit gehen.

Vertreten werden mich die Pastor*innen aus dem Kirchspiel Heide, zu dem neben Nordhastedt noch die Kirchengemeinden Heide, Lohe, Wöhrden, Wesseln und Hemmingstedt gehören.

Zur Zeit der Erstellung des Gemeindebriefes sind die Aufgaben noch nicht final verteilt, sodass wir erst im nächsten Heft genauere Infos über die jeweiligen Zuständigkeiten geben können.

Unser Kirchenbüro bleibt wie gewohnt erreichbar und auch der Kirchengemeinderat bleibt ansonsten wie gewohnt bestehen.

Über alles weitere informieren wir im nächsten Gemeindebrief und auf unserer Website.

Pastorin Angela Jahn