Interview mit Pastor Lars Kessner

Pastor Lars Kessner, Vorsitzender des Kirchengemeinderates auf Zeit

Lars Kessner:

Herr Kessner, finden Sie es nicht merkwürdig, ein Interview mit sich selbst zu führen?

Lars Kessner:

Nur wenn mich die Antworten ernsthaft überraschen würden. Aber ganz ehrlich: Ich mag Interviews, diese Form ist angenehm lesbar. Übrigens: Ich habe in Schweden gelebt. Dort gibt es das schwedische „Du“. Sollen wir uns nicht duzen?

Sehr gerne.

Was wird Deine Aufgabe in Nordhastedt sein?

Für die Zeit des Mutterschutzes und der Elternzeit von Pastorin Angela Jahn bin ich der Vorsitzende des Kirchengemeinderates.

Was bedeutet das?

Die Kirchengemeindeordnung hat dazu folgende Antwort: Ich werde für die laufenden Geschäfte der Kirchengemeinde verantwortlich sein.

Alleine?

Sven Brandt, der stellvertretende Vorsitzende, wird mir zur Seite stehen. Auch andere Mitglieder des Kirchengemeinderates haben mir Unter­stützung zugesagt. Und dann gibt es noch Julia Lehmann, die Gemeinde­managerin und Elke Tiessen im Kirchenbüro. Zusammen werden wir das schaffen.

Verantwortlich für laufende Geschäfte. Was könnte dazugehören?

Genau weiß ich das noch nicht. In einer Kirchen­gemeinde kann viel passieren. Reparaturmaßnahmen, Versicherungsfälle, besondere Anfragen und Personalangelegenheiten.

Kennst Du Nordhastedt?

Ich habe hier am Heiligen Abend die Christmette gefeiert und freue mich auf das Kennenlernen.

Sehen wir Dich künftig auch im Gottesdienst in Nordhastedt? Oder bei Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen?

Die geistlichen Aufgaben, die Angela Jahn sonst wahrgenommen hat, werden unter allen Pastoren und Prädikanten des Kirchspiels Heide verteilt. Da werde ich be­stimmt dabei sein.

Kannst Du noch ein paar Worte zu Dir sagen?

Ich bin seit 2024 in Heide. Vorher war ich sechs Jahre in Schweden. Dort habe ich die Deutsche Evangelische Gemeinde in Malmö geleitet. Davor war ich Pfarrer in Frankfurt am Main. Übrigens: Ich habe auch Musik studiert. Als Gemeindepastor in Heide brauche ich das ständig.

Stichwort: Schweden. Was hast Du dort gelernt?

Es gibt zwei Begriffe, die mir wichtig geworden sind:

Lagom“ bezeichnet die ausgewogene Mitte. Schweden lieben den Konsens und ich auch.

Der andere Begriff ist „Det ordnar sig“ = Das ordnet sich.

Und als schwedisches Lebensmotto gilt: „Man muss sich Mühe geben.“

Mit diesen drei Weisheiten und mit Gottes Hilfe werden wir alles gut bewältigen.

Mutterschutz und Elternzeit

Liebe Gemeinde,

für mich persönlich wird im nächsten Jahr etwas ganz neu! Unsere Familie bekommt Zuwachs und so werde ich ab Februar 2026 erst in den Mutterschutz und dann für längere Zeit in Elternzeit gehen.

Vertreten werden mich die Pastor*innen aus dem Kirchspiel Heide, zu dem neben Nordhastedt noch die Kirchengemeinden Heide, Lohe, Wöhrden, Wesseln und Hemmingstedt gehören.

Zur Zeit der Erstellung des Gemeindebriefes sind die Aufgaben noch nicht final verteilt, sodass wir erst im nächsten Heft genauere Infos über die jeweiligen Zuständigkeiten geben können.

Unser Kirchenbüro bleibt wie gewohnt erreichbar und auch der Kirchengemeinderat bleibt ansonsten wie gewohnt bestehen.

Über alles weitere informieren wir im nächsten Gemeindebrief und auf unserer Website.

Pastorin Angela Jahn

SCHÖN. WELTOFFEN. NORDHASTEDT.

Es bewegt sich etwas in unserem schönen Dorf. Eine neue Initiative gründet sich aus der Bürgerschaft heraus.

Die Initiative Nordhastedt mitgestalten

Die vergangenen Monate haben Arne Nielson und viele weitere Einwohner Nordhastedts vor Herausforderungen gestellt. Die öffentliche Wahrnehmung des Dorfes wurden von zahlreichen Personen als frustrierend empfunden. Ende Juli ergriff Arne die Initiative und gründete eine Bürgerinitiative. Über unterschiedliche Kanäle wurden engagierte Mitbürgerinnen und Mitbürger angesprochen. Ziel ist es, positive Veränderungen im Dorf zu bewirken – für unsere Kinder und alle Generationen, die Nachbarschaft und die lokalen Vereine. Unsere Motivation ist, dafür zu sorgen, dass wir weiterhin in einer demokratischen Gesellschaft leben und unsere Kinder weiterhin in einer demokratischen Gemeinschaft aufwachsen.

Das Auftakttreffen war erfolgreich:

Insgesamt nahmen 16 Erwachsene und 11 Kinder im Gemeindehaus teil. Wir diskutierten über die Situation im Ort, sammelten Anregungen und besprachen das weitere Vorgehen. Wir wollen etwas bewegen, wir wollen das Gemeinschaftsgefühl im Dorf stärken.

Es soll für jeden interessant sein, bei uns mitzumachen, denn wir stehen erst am Anfang. Jede*r kann sich einbringen, wir möchten, dass sich alle Generationen von uns angesprochen fühlen und Lust haben, etwas zu verändern. Denn Jammern ist leicht, aber etwas zu ändern, erfordert Zeit, Engagement und Mut.

Während des zweiten Treffens organisierten wir unsere erste Veranstaltung und entschieden uns spontan, am lebendigen Adventskalender der Kirchengemeinde teilzunehmen. Eine Koordinationsgruppe wurde gegründet, um Arne etwas zu entlasten.

Ein paar neue Gesichter waren dabei und so soll es auch für uns weitergehen, wir möchten wachsen.

Wir wollen nicht gegen etwas sein, wir wollen für etwas stehen!

Für eine offene Gesellschaft, Demokratie und ein buntes, schönes, weltoffenes Nordhastedt.

Nächste Veranstaltung: Lebendiger Adventskalender, mit Glühwein, Kinderpunsch und Snacks. Hoffnungssteine bemalen.

Zu unserem nächsten Treffen laden wir euch herzlich ein.

Ev. Gemeindehaus Nordhastedt am 12.01. um 17:00 Uhr (mit Kinderbetreuung)

Artikel: Frauke Hjort

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